
Insulinresistenz: Welche Symptome hat sie und wie ist die Behandlung?
In den Industrieländern ist Diabetes mellitus Typ 2 bereits eine der meistverbreiteten Volkskrankheiten. Die Vorstufe davon ist die Insulinresistenz, bei der das Hormon Insulin seine Wirkung an den Zielzellen nur vermindert oder gar nicht entfaltet. Die Insulinresistenz Symptome werden von den Patienten oft übersehen oder als unwichtig eingestuft. Um schwerwiegende Folgen zu verhindern, ist eine frühzeitige Behandlung wichtig.
Was ist eine Insulinresistenz und wie entsteht sie?
Eine Insulinresistenz liegt vor, wenn das Hormon Insulin nicht oder nur noch vermindert wirkt. Insulin senkt den Blutzuckerspiegel und sorgt dafür, dass Glukose aus dem Blut von Muskeln, Leber und anderen Organen aufgenommen wird. Es ist ein wichtiger Schlüssel zur Energieversorgung des Körpers. Liegt eine Resistenz gegen Insulin vor, hat das vielfältige Auswirkungen auf Stoffwechsel, Gewebe und Organe. Eine Resistenz kann erblich bedingt sein, doch trotz erblicher Faktoren entsteht bei einer gesunden und aktiven Lebensweise noch kein Diabetes.
Weitere Ursachen und Risikofaktoren einer Insulinresistenz sind Übergewicht, Mangel an Bewegung, eine kalorien- und zuckerreiche Ernährung, chronischer Stress, die Einnahme verschiedener Medikamente, Entzündungen im Körper und zunehmendes Alter.

Was sind die Insulinresistenz Symptome?
Da eine Resistenz schleichend beginnt, werden die Symptome von vielen Patienten noch nicht gleich wahrgenommen oder zunächst als unwichtig betrachtet. Um Folgeschäden zu vermeiden, ist eine frühzeitige Behandlung wichtig. Allerdings werden die ersten Symptome oft erst dann bemerkt, wenn bereits ein Metabolisches Syndrom oder Diabetes mellitus Typ 2 eingetreten sind. Sie sollten daher regelmäßig von Ihrem Hausarzt Ihren Blutdruck und Ihre Blutzuckerwerte kontrollieren lassen. Die Insulinresistenz kann sich mit..
- Gewichtszunahme
- Bluthochdruck
- Müdigkeit und Abgeschlagenheit
- allgemeinem Unwohlsein
- erhöhtem Blutzucker- und Insulinspiegel
- starkem Durstgefühl
- erhöhtem Harndrang
bemerkbar machen.
Starker Durst und häufiges Wasserlassen sind bereits Alarmsignale und deuten auf einen Typ-2-Diabetes hin.
Welche Folgen hat eine Insulinresistenz?
Bei Bewegungsmangel und einer fett- sowie zuckerreichen Ernährung liegt ein Überschuss an Glukose im Körper vor. Die Aufnahmefähigkeit der Zellen für Glukose aus dem Blut ist eingeschränkt. Die Insulinempfindlichkeit der Zellen nimmt immer weiter ab, bis es zu einer Insulinresistenz kommt. In der Folge steigen der Blutzuckerspiegel und die Insulinkonzentration. Die Bauchspeicheldrüse produziert immer mehr Insulin, um den erhöhten Blutzuckerspiegel zu kompensieren. Nach einiger Zeit permanenter Anspannung sind die Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse erschöpft und können kein Insulin mehr produzieren.
Wird die Insulinresistenz nicht behandelt, kann es zum Metabolischen Syndrom kommen. Es zeigt sich mit vergrößertem Bauchumfang, gestörtem Fettstoffwechsel, Bluthochdruck und erhöhtem Blutzuckerspiegel. Das Metabolische Syndrom beinhaltet gleich mehrere Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes mellitus Typ 2.
Da die Muskeln immer weniger Glukose aus dem Blut aufnehmen können, wird vermehrt Fett gebildet und zwischen den Muskelzellen eingelagert. Daher entsteht oft bei einer Insulinresistenz Übergewicht und schlimmstenfalls Adipositas. Im Fettgewebe sammelt sich immer mehr Fett an. Die Patienten bilden verstärkt Bauchfett (Viszeralfett), das ein Risikofaktor für Herzinfarkt ist. Die Leber wandelt die überschüssige Glukose aus dem Blut verstärkt in Fett um, das sie einlagert. Die Folge kann eine Fettleber sein.
Folgeerkrankungen von Insulinresistenz sind ..
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Durchblutungsstörungen, Thrombosen und Herzinfarkt
- Diabetes mellitus
- nicht-alkoholische Fettleber
- Bluthochdruck (Hypertonie)
Frühzeitige Behandlung ist wichtig
Um Folgeerkrankungen zu vermeiden, kommt es auf eine frühzeitige Diagnose und Behandlung einer Insulinresistenz an. Der Arzt führt Blutuntersuchungen durch, um den Blutzucker- und Insulinspiegel zu kontrollieren. Mit einem Glukosetoleranztest prüft er, ob der Körper innerhalb eines bestimmten Zeitraums noch die zugeführte Glukose abbauen kann. Weiterhin kann der Arzt einen Insulintoleranztest vornehmen.
Zur Insulinresistenz Behandlung gehören eine Umstellung der Ernährung hin zu einer kohlenhydrat- und fettreduzierten Ernährung sowie eine Veränderung des Lebensstils mit mehr Bewegung. Das Ziel ist eine Gewichtsreduktion. Mitunter kann der Arzt eine Diät verordnen. Wird die Insulinresistenz frühzeitig behandelt, kann mitunter ein Diabetes mellitus verhindert werden. Der Blutzuckerspiegel und das Gewicht können sich wieder normalisieren.
