Glykämischer Index

Der glykämische Index sagt aus, wie ein kohlenhydratreiches Lebensmittel auf den Blutzucker wirkt. Ein geringer glykämischer Index, lässt den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen, was den Insulinbedarf unter Umständen reduzieren kann. 

Was sagt der Glykämische Index (GI) aus?

Kohlenhydrate und Fette sind mit die wichtigsten Energielieferanten. Man findet sie in Zucker, Stärke und Ballaststoffen. Um den Blutzucker stabil zu halten, sollten langkettige Kohlenhydrate, wie etwa Mehrfachzucker, bevorzugt werden. Diese werden langsamer verdaut als Einfachzucker. 

Wer sich viel mit Diäten beschäftigt, der wird unweigerlich auf den glykämischen Index aufmerksam. Werden kohlenhydratreiche Lebensmittel gegessen, so kann der Blutzucker über den Normalwert ansteigen. Dieses Konzept, kann man besonders beim Diabetes Typ 2 beobachten, während es bei Diabetes Typ 1 eher untergeht. Wer darunter leidet, der sollte Lebensmittel, mit einem niedrigen glykämischen Index, zu sich nehmen. Allerdings unterliegt dieser Index einem Nachteil. Denn nicht nur die Art der Kohlenhydrate sind von Bedeutung, sondern auch die Menge, die man davon isst. Werden Kohlenhydrate in Form von Obst oder Gemüse gegessen, steigt der Blutzuckerspiegel wesentlich langsamer an. Einen hohen glykämischen Index haben beispielsweise Weißbrot oder Nudeln, die den Blutzucker anfluten lassen. 

Wie wird ein glykämischer Index (GI) festgestellt?

Dabei wird untersucht, wie lange und wie hoch der Blutzuckerspiegel nach einem kohlenhydratreichen Essen ansteigt. Dabei wird der Wert in Prozent ermittelt. Liegt dieser über 70 Prozent, wird er als hoch eingestuft. Ein mittlerer glykämischer Indexzeigt sich von 55 bis 70 Prozent. Ein Wert unter 55 Prozent hingegen gilt als niedriger GI.

Die Kohlenhydrat-Leitlinie

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat festgestellt, das es durchaus möglich sein kann, mit einer Ernährung, die einen hohen GI hat, verschiedene Erkrankungen hervorzurufen. Man denke hier an den Diabetes mellitus, Typ 2, die koronare Herzkrankheit, Adipositas oder Darmkrebs. Zudem kann auch der Cholesterinspiegel ansteigen. 

Glykämischer Index und Diabetes

Studien zufolge, kann es einen Zusammenhang zwischen dem Diabetes Typ 2 und einer Ernährung mit einem hohen GI geben. Allerdings ist das wissenschaftlich noch nicht nachgewiesen. Hat jemand einen Diabetes, kann es aber durchaus vorteilhaft sein, Lebensmittel die einen niedrigen glykämischen Index haben zu essen. Auf lange Sicht gesehen, kann sich der Blutzucker dadurch bis zu 10 Prozent reduzieren.

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