
Diabetes Beine: Symptome, Ursachen & Behandlung
Eine gefürchtete Spätfolge von Diabetes sind der sogenannte „Diabetes Fuß“ oder auch die „Diabetes Beine“. Das diabetische Fußsyndrom geht häufig mit einem reduzierten Schmerzempfinden in den Beinen, unbemerkten Verletzungen und Wunden, Haarausfall an den Beinen und/oder geschwollenen Beinen einher. In diesem Ratgeber erfahren Sie mehr über Symptome, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten.
Diabetes Beine – Symptome & Ursachen
Diabetes Beine gehören zu den Langzeitfolgen der Zuckerkrankheit. Im Folgenden beleuchten wir die häufigsten Symptome des diabetischen Fußsyndroms etwas ausführlicher.
Diabetes und Haarausfall an den Beinen
Jeder dritte Diabetiker weist nach ungefähr 10 Jahren Krankheitsdauer diabetische Neuropathie Schäden auf. Doch was bedeutet Neuropathie konkret? Aufgrund der erhöhten Blutzuckerwerte über die Jahre hinweg, kommt es bei vielen Patienten zu Schädigungen der Nerven. Körperfunktionen, die durch Nerven gesteuert werden, funktionieren deshalb nicht mehr. Sind gleich mehrere Nerven betroffen, sprechen Fachleute von einer sogenannten Polyneuropathie. Diese Schädigung der Nerven führt bei Diabetikern häufig zu kahlen Beinen. Die Nervenschädigung in der Haut und den Hautanhangsgebilden führen dazu, dass die Haarfolikel unterversorgt werden und infolgedessen ausfallen.
Diabetes und geschwollene Beine
Die Erkrankung Diabetes mellitus geht häufig mit Durchblutungsstörungen und Nervenschäden einher. Diese begünstigen wiederum das Risiko für Geschwüre an den Füßen. Bei Diabetes-Patienten zeigen also mitunter Flüssigkeitsablagerungen aufgrund von Durchblutungsstörungen (auch ischämische Ödeme genannt) – geschwollene Beine sind meist die unangenehme Folge. Grundsätzlich kann eine Diabetes-Erkrankung auf unterschiedliche Arten zu geschwollenen Beinen führen, allerdings sind Gefäßschädigungen und zu hohe Blutzuckerwerte die Hauptursachen für die ischämischen Ödeme. Bei geschwollenen Füßen sollten Diabetiker auf jeden Fall sofort zum Arzt, da sich Brüche oder Geschwüre dahinter verbergen könnten.
Diabetes Beine und Schmerzen
Schmerzen in den Beinen sind ebenfalls ein häufiges Begleitsymptom von fortgeschrittenem Diabetes. Schuld am Kribbeln, Pochen und Schmerzen in den Beinen ist wieder die diabetische Neuropathie. Die Nervenschädigungen können mitunter starke Schmerzen auslösen. Während die diabetische Neuropathie bei manchen Patienten ein leichtes Kribbeln oder eine Taubheit in den Füßen auslöst, führt sie bei anderen wiederum zu quälenden Schmerzen.
Diabetes Beine und Wunden
Beim ischämischen diabetischen Fuß werden Zehen und Fersen schlecht mit sauerstoffreichem Blut versorgt. Verletzungen und Wunden bei Diabetikern heilen daher sehr schlecht. Das Fatale: Aufgrund der Nervenschädigungen und Durchblutungsstörungen bemerken Diabetiker häufig kleinere Verletzungen und Wunden nicht, bis sich diese zu einer großflächigeren Wunde entwickelt hat, die schlecht abheilt.
Diabetisches Fußsyndrom – Behandlungsmöglichkeiten
Kribbeln, Taubheit, Schmerzen, geschwollene Beine, Wunden und Verletzungen sind häufige Symptome bei Diabetes Beinen. Doch wie wird das diabetische Fußsyndrom nun behandelt? Das sind die wichtigsten Maßnahmen:
- Wunden vom Druck entlasten
- Die Durchblutung im Bein fördern
- Wunden und Entzündungen rechtzeitig behandeln lassen
- Regelmäßige ärztliche Untersuchungen zur Vorbeugung
- Füße im Auge behalten und richtig pflegen
Als Ergänzung wird häufig eine medizinische Fußpflege in Anspruch genommen, bei welcher Hornhaut abgetragen wird und eine Nagelpflege sowie -bearbeitung stattfindet. Weitere wichtige Maßnahmen sind die richtige Einstellung des Blutzuckers und eine Schulung im Umgang mit Diabetes Beinen. In besonders schlimmen Fällen kommen eine Haut- und Gewebetransplantation oder eine Amputation in Betracht.
